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Montag, 16. Januar 2012

Der Stummfilm im 21. Jahrhundert


Retro ist das Stichwort dieser Tage. Sei es in der Musik, wo Lana del Rey optisch an vermeintlich bessere Tage anknüpft oder in der Mode, wo man momentan erneut in den 90er Jahren wildert. Dass sich das Kino allerdings bis zur Stummfilmzeit zurück besinnt und mit The Artist von Regisseur Michel Hazanavicius tatsächlich ein solcher Stummfilm im Januar 2012 anläuft, mutet beinahe schon revolutionär an.

Im Rahmen meines Studiums habe ich mich auch ausgiebig mit diesen ganz frühen Filmen beschäftigt und mich (im Gegensatz zu meinen Kommilitonen) von ihrer ganz eigenen Ästhetik begeistern lassen. Es gibt wohl kaum einen Film mit Stummfilm-Königin Asta Nielsen, den ich nicht gesehen habe. Der Film The Artist scheint jedenfalls genau den Zeitgeist zu treffen und erntet fleißig wichtige Filmpreise und euphorische Kritiken. Das frühe Kino hat ja schon damals die Leute abgelenkt und politische und wirtschaftliche Krisen vergessen lassen, eine Masche, die noch heute zu funktionieren scheint.
Mit Jean Dujardin hat man scheinbar einen Darsteller gefunden, der schon mit seinem charismatischen Auftreten überzeugt und ohne große Worte, sondern allein über seine Mimik, eine Geschichte von schnellem Ruhm und tiefem Fall erzählen kann.

Der Trailer macht in jedem Fall große Lust sich auf dieses spannende Kinoexperiment einzulassen.

Dienstag, 10. Januar 2012

Asthma-Spray nicht nötig...


Über die TV-Serie "Gossip Girl", in der nur ein Bruchteil eines Songs von ihr zu hören war, bin ich vor kurzem auf die britische Indie-Künstlerin CocknBullKid aufmerksam geworden. Nachdem ich ein paar weitere Lieder der aus Hackney stammenden Singer/Songwriterin gehört hatte, stand für mich schnell fest, dass sich ihr Album Adulthood nach meinem Gehörgang auch so schnell wie möglich den Weg in mein CD-Regal bahnen wird. Das Album, an dem unter anderem "Peter, Björn & John" sowie "Metronomy" mitgearbeitet haben erschien im letzten Mai in England, nachdem CocknBullKid im Jahr zuvor bereits als Supportact mit "Marina & The Diamonds" auf UK-Tour war.

Beim Song Asthma Attack hat mich neben Text und Musik auch das zugehörige Musikvideo vollends überzeugt:

Mittwoch, 4. Januar 2012

Shoppen und Skifahren...

...genauer noch zum Snowboarden ging es zum Jahreswechsel nach Brixen (Bressanone) in Südtirol/Italien. Den wohlverdienten Skiurlaub verbrachte ich in einem großen Haus mitsamt der ganzen Familie (Eltern, Tante, Cousinen etc.) und konnte so kurzzeitig die Magisterarbeit mal Magisterarbeit sein lassen. Stattdessen konnte ich an meinen Snowboard-Künsten feilen und mich binnen einer Woche auf roten Pisten ins Jochtal stürzen. Die tatsächlichen Stürze gingen recht glimpflich aus, so dass ich - obwohl mir alles weh tut - zumindest ohne Gips nach Hause kam.
Snowboard-freie Tage wurden genutzt um durch Brixen und Umgebung zu bummeln und in Kirchen und Klöstern den inneren Kunstgeschichtler in mir zu erfreuen. Insgesamt ein toller Übergang in ein hoffentlich ebenso tolles Jahr 2012!





Donnerstag, 15. Dezember 2011

Wunschzettel: John Hughes High School Year Book


Quasi in letzter Minute ist noch ein Geschenk auf meinem diesjährigen Wunschzettel gelandet, auf das ich mehr oder weniger durch meine Magisterarbeit gestoßen bin: Die DVD-Box "John Hughes High School Year Book", die drei der beliebtesten Jugendfilme des bekannten Regisseurs beinhaltet.

Erst mit den Filmen des Regisseurs John Hughes hat sich der (amerikanische) Jugendfilm in den 1980er Jahren zu einem eigenständigen Genre entwickelt. Zwar weisen auch schon einige Filme ab den 1950er Jahren Themen und Motive auf, die auch den heutigen Jugendfilm auszeichnen, doch hat erst John Hughes jene Gestaltungskonventionen und Figurentypen entwickelt, die heute als nahezu unumstößlich und gattungstypisch gelten.
Besonders in seinem Film "The Breakfast Club" (1985) kommen alle von ihm geprägten Figuren, wie die Schulkönigin, der Sportler, der Nerd und der Rebell, zusammen. Spätere Filme greifen diese Typen wiederum auf und arbeiten mit ihnen. Die jungen Schauspieler wurden zur Entstehungszeit der Fime große Teen-Idole und waren als das "Brat Pack" bekannt. Besonders Molly Ringwald, die in mehreren John Hughes Produktionen spielte, wurde zum Inbegriff des amerikanischen Teenagers.


Die Box, die nur in Amerika und England erschien, umfasst die Filme "Sixteen Candles" (1984), "The Breakfast Club" (1985) und "Weird Science" (1985). Zudem gibt es noch über zwei Stunden Bonusmaterial und eine insgesamt sehr hübsche Aufmachung. Eine deutsche Tonspur ist bei allen Filmen enthalten.

Also: Back to the 80's!

Dienstag, 6. Dezember 2011

Wunschzettel: Die Märchen der Brüder Grimm (Taschen Verlag)


Nicht zuletzt durch meine Arbeit am "Institut für Jugendbuchforschung" und meine Liebe für den Taschen-Verlag ist deren neue Publikation "Die Märchen der Brüder Grimm" ganz oben auf meinem Wunschzettel gelandet. Das erste Kinderbuch des Verlags vereint siebenundzwanzig der beliebtesten Märchen der Brüder Grimm in ihrer originalen Fassung von 1857. Bebildert wurden diese von einigen der bekanntesten Kinderbuch-Illustratoren des 19. und 20. Jahrhunderts, was das Buch zu einem echten Hingucker macht.
"Spieglein, Spieglein an der Wand...ist dies womöglich das schönste Märchenbuch im Land?" titelt der Taschen-Verlag auf seiner Homepage. Wer weiß...vielleicht ist das wirklich so.

Bilder via Taschen

Wer etwas mehr Geld ausgeben will, dem sei das Buch "Es war einmal: Die wahren Märchen der Brüder Grimm und wer sie ihnen erzählte" ans Herz gelegt, das vom bekannten Grimm-Experten Heinz Rölleke herausgegeben wurde und sich (wie der Titel schon verrät) mit den Ursprüngen der Grimm'schen Märchen und den Menschen dahinter befasst. Letzte Woche landete eine Ausgabe bei mir auf dem Schreibtisch und ich kann es jedem nur wärmstens empfehlen.

Montag, 28. November 2011

Es weihnachtet sehr...zumindest so langsam

Was weihnachtliche Deko betrifft habe ich meine Wohnung in den letzten Jahren ziemlich vernachlässigt. Die Feiertage verbringt man ohnehin meist bei den Eltern, wo Mutter schon für die entsprechende Stimmung gesorgt hat.
In diesem Jahr wollte ich aber endlich auch ein bisschen Weihnachts-Feeling in meine eigenen vier Wände holen (zumal auch das Wetter noch nicht nach nahenedem 24. Dezemeber aussieht). Wie schön, dass ich vor ein paar Tagen diesen herrlichen, kleinen und künstlichen Weihnachtsbaum mit Lichterkette erstanden habe. Heute habe ich dann noch die passenden Kugeln gefunden, um ihn so richtig zu verkitschen. Und alles für unter zwanzig Euro. Da bleibt noch mehr Geld übrig für Weihnachtsgeschenke. Und Weihnachten kann jetzt definitiv kommen.

Mittwoch, 16. November 2011

Morbide Klassiker


Ein großer Trend der Frankfurter Buchmesse, die nun schon ein Weilchen zurückliegt, hat mittlerweile zu einer wahren Schwemme verrückter Buchtitel geführt, die ich schlicht als "Morbide Klassiker" bezeichnen würde.
In den Büchern dieser neuen Gattung werden Klassiker der Weltliteratur um die ein oder andere verrückte Handlungskomponente erweitert. Nachdem Seth Grahame-Smith mit "Stolz und Vorurteil und Zombies" einen weltweiten Beststeller landen konnte, bekommen es nun auch Goethes "Werther" und die Kaiserin Elisabeth mit einem Haufen Untoter zu tun. Wer dieser Tage einen Blick in die Buchhandlungen wirft, könnte diese Liste beliebig fortführen. Vor kaum einem Werk der Hochliteratur wird halt gemacht.

Wie gut diese Romane funktionieren, gilt es für mich noch herauszufinden. Auf der Buchmesse landete (nicht zuletzt dank Aussteller-Rabatt) Grahame-Smiths Neuinterpretation von Austen in meiner Tasche. Ich bin mir aber ziemlich sicher auch Kenner und Liebhaber der Originalwerke wie ich, können mit diesen Romanen ihren Spass haben ohne, dass dadurch der Zauber der Vorlagen zwangsläufig schwinden muss. Vielleicht sprechen diese Machwerke aber auch gerade jene an, für die Werther und Co verhasste Schullektüre waren? Qualitative Unterschiede zwischen den einzelnen Romanen gibt es sicherlich. Ich werde von meinem Lektüreerlebnis in jedem Fall berichten und könnte mir vorstellen, dass es durchaus lustig wird.
Das "Werther"-Cover im originalgetreuen Reclam-Design einschließlich Lottes Fütterung der Zombie-Kinder hat mir jedenfalls schonmal ein Schmunzeln entlockt.